Kabelloses Ladegerät Qi2 Fabrik & Beschaffung

Qi2 Kabelloses Ladegerät Hersteller China: Fabrik-Guide 2026

Snowy May, Marketing Manager & Founder bei WOWOHCOOL — Spezialistin für GaN- und Qi2-Ladetechnik
Snowy May

Marketing Manager & Founder · 10+ Jahre in Consumer Electronics

Aktualisiert 12 min Lesezeit

Qi2-Ladepads aus China scheitern selten am Preis, sondern an der Spule. Wer Induktivität, Güte und Ansprechzeit der Fremdobjekterkennung nicht vor der Serienfreigabe messen lässt, bezahlt die Abweichung beim Wareneingang — als Ausschuss, Nacharbeit oder Rückruf. Unsere Messung an 50 Einheiten aus Charge #QC-2026-Q2-W93 zeigt, welche acht Werte ein belastbares Prüfprotokoll enthalten muss: von 10,0 µH ±5 % Spuleninduktivität bis unter 180 ms FOD-Ansprechzeit.

Der Markt für kabellose Ladetechnik wächst weiter, und mit ihm die Zahl der Anbieter, die Qi2 im Datenblatt führen, ohne eine eigene Spulenlinie zu betreiben. Für Einkäufer verschiebt das die Prüflast nach vorn: Nicht der Preis entscheidet über die Lieferfähigkeit, sondern die Frage, welche Baugruppen die Fabrik selbst fertigt und welche Messwerte sie aus eigener Produktion vorlegen kann. Dieser Guide bündelt Auswahlkriterien, MOQ-Stufen, FOB-Bänder, Zertifizierungskosten und den Freigabeprozess für Qi2-Ladetechnik aus Shenzhen.

Qi2 kabelloses Ladegerät Hersteller in China: Fabrik-Guide für Einkäufer mit MOQ- und FOD-Prüfdaten

Kernerkenntnisse

Die MOQ für Qi2-Ladetechnik aus China liegt bei 500 Stück für Lagerware mit eigenem Logo — bei Anpassungen an Struktur oder Verpackung steigt sie auf 1.000 bis 2.000, bei neuem Werkzeug nach Kundendesign auf 3.000 Stück. Die Qi2-Zertifizierung kostet 1,20 bis 2,00 USD pro Einheit und muss im Angebot sichtbar sein.

  • MOQ 500: gilt nur für Lagerware mit bestehender Form — dieselbe Stückzahl als OEM-Auftrag anzubieten, ist ein Warnsignal.
  • FOB-Preis: Qi2-Magnetpad 15 Watt 6,50–9,00 USD bei 500 Stück, 3,50–5,00 USD bei 5.000 Stück, jeweils ab Shenzhen.
  • Spulenmessung: 10,0 µH ±5 % Induktivität, Güte über 80, Gleichstromwiderstand rund 95 mΩ — diese drei Werte trennen echte Fabriken von Händlern.
  • FOD unter 180 ms: die Ansprechzeit der Fremdobjekterkennung ist das sicherheitsrelevante Kriterium, nicht die Ladegeschwindigkeit.
  • AQL 0,65: Abnahmebasis im Normalmodus, 0,25 bei verschärfter Prüfung, dazu vierstündige Alterung an 100 % der Einheiten.
500

MOQ Lagerware

0,65

AQL Normalmodus

< 180 ms

FOD-Ansprechzeit

82–85 %

Systemwirkungsgrad

1. Wie diese Qi2-Hersteller ausgewählt wurden

Ausgewählt wurde nach Fertigungstiefe, nicht nach Katalogumfang: Wer Spulenwicklung, PCBA-Bestückung und Endmontage selbst betreibt, trägt die Toleranz und kann Messwerte aus eigener Produktion vorlegen.

Der Unterschied zeigt sich erst im Prüfprotokoll. Ein Händler liefert ein Datenblatt mit Nennwerten; eine Fabrik liefert Mittelwerte aus einer definierten Charge mit Prüfmittel, Datum und Stichprobenumfang. Für die Auswahl bedeutet das vier Fragen, die vor jedem Angebot beantwortet werden müssen.

Vier Ausschlusskriterien vor dem ersten Gespräch

  • Keine eigene Spulenlinie: Wer die Sendespule zukauft, kann Induktivitätstoleranzen nicht korrigieren, wenn die Charge abweicht.
  • Kein WPC-Mitgliedsstatus: Ohne Mitgliedschaft ist keine Qi2-Zertifizierung mit Auth-IC und Lizenzgebühr möglich — Qi2-kompatibel ist nicht Qi2-zertifiziert.
  • Keine Chargenrückverfolgbarkeit: Ohne Protokoll je Charge lässt sich ein Feldproblem später keiner Fertigungsserie zuordnen.
  • MOQ-Angabe ohne Fertigungsmodell: Eine MOQ ohne Angabe, ob Lagerware oder neues Werkzeug gemeint ist, ist keine belastbare Angabe.

Warum Prüfmittel die Aussagekraft entscheiden

Die Induktivität einer Qi2-Sendespule wird bei 100 kHz gemessen, die Güte bei 1 Vrms, der Gleichstromwiderstand mit Vierleiter-Kelvin-Messung. Ein Anbieter, der diese drei Größen nennt, arbeitet mit einem LCR-Meter und nicht mit einem Handmultimeter. Fehlen Messfrequenz und Prüfmittel im Protokoll, sind die Werte nicht reproduzierbar.

Für die Auswahl zählt deshalb nicht, ob Qi2 im Katalog steht, sondern ob das Datenblatt erkennen lässt, wie gemessen wurde (gemäß IEEE-/WPC-Industriestandards).

2. Fertigungstiefe: Was eine Qi2-Fabrik selbst bauen muss

Eine Qi2-taugliche Fabrik muss vier Stufen selbst beherrschen: Spulenwicklung, PCBA-Bestückung, Gehäusemontage und Endprüfung — fehlt eine Stufe, wird die Toleranz eingekauft.

Die Spulenwicklung ist die kritischste Stufe, weil sie die Induktivität und damit den Wirkungsgrad bestimmt. Wird sie extern gefertigt, verschiebt sich die Toleranzkette: Der Endmontierer misst die Abweichung erst nach der Bestückung und kann sie nicht mehr korrigieren.

Die vier Fertigungsstufen im Überblick

Stufe Was geprüft wird Typische Fremdvergabe
Spulenwicklung Windungszahl, Induktivität, Güte, Ferritschirm Häufig zugekauft — Hauptrisiko
PCBA-Bestückung Leistungsstufe, Gleichrichter, Regelkreis, Ripple Teilweise extern bestückt
Gehäuse und Montage Spaltmaße, Magnetkraft, Oberfläche Meist im Haus
Endprüfung Ladeleistung, Fremdobjekterkennung, Temperatur Nur mit eigenem Prüfplatz belastbar

*Zuordnung nach Fertigungstiefe der WOWOHCOOL-Produktion in Shenzhen, Stand 2026; Fremdvergabeanteile variieren je Anbieter.

Kapazität ist kein Qualitätsmerkmal

Eine Monatskapazität von einer Million Einheiten sagt nichts über die Toleranzfähigkeit. Entscheidend ist, wie viele Prüfplätze je Linie existieren. Wer eine Million Einheiten im Monat nennt und keine Angabe zur Endprüfung macht, prüft stichprobenartig statt vollständig.

Unsere Produktion in Shenzhen umfasst 5.000 m² mit ISO-9001-Zertifizierung, über 50 Ingenieure und eine Monatskapazität von mehr als einer Million Einheiten. Jede Einheit durchläuft einen vierstündigen Alterungstest, nicht nur eine Stichprobe.

Automatisierte Fertigungslinie für kabellose Qi2-Ladegeräte in einer Shenzhen-Fabrik: Spulenfertigung und Endmontage

3. MOQ nach Fertigungsmodell: 500, 1.000, 2.000 oder 3.000 Stück

Die MOQ richtet sich nicht nach dem Produkt, sondern nach der Frage, wer das Design stellt und ob ein neues Werkzeug nötig ist: Lagerware startet bei 500 Stück, Kundendesign mit neuer Form bei 3.000.

Diese Logik erklärt, warum zwei Anbieter für dasselbe Qi2-Pad unterschiedliche Mindestmengen nennen, ohne dass einer davon falsch liegt. Die Stufe bestimmt zugleich die Lieferzeit, weil Werkzeugbau und Verpackungsdruck eigene Vorläufe haben.

MOQ und Lieferzeit nach Fertigungsmodell

Modell MOQ Muster Serienfertigung
Lagerware, eigenes Logo und Gehäusefarbe 500 3–7 Tage 25–35 Tage
Designanpassung ohne Verpackungswechsel 1.000 25–45 Tage 25–35 Tage
Designanpassung mit eigener Verpackung 2.000 25–45 Tage 35–45 Tage
Struktur- oder Gehäuseänderung 2.000 25–45 Tage 35–50 Tage
Auftrag nach Kundendesign, bestehende Form 3.000+ 7–14 Tage 30–60 Tage
Auftrag mit vollständig neuer Werkzeugform 3.000+ — +2–3 Monate Werkzeugbau

*Angaben aus der WOWOHCOOL-Produktionsplanung, Stand 2026; Werkzeugbau läuft teilweise parallel zur Musterphase.

Wann sich die 500er-Schiene tatsächlich lohnt

Die 500er-Stufe ist für den Markteintritt gedacht: ein vorhandenes Qi2-Pad mit eigenem Logo, bestehender Gehäusefarbe und bedruckter Lagerverpackung. Sie eignet sich für Pilotchargen, Markttests und den Aufbau erster Bewertungen — nicht für eine dauerhafte Positionierung, weil sich der Stückpreis erst ab 5.000 Einheiten um 10 bis 18 % reduziert.

Wer bei 500 Stück eine eigene Gehäuseform verlangt, verschiebt das Projekt in die 3.000er-Stufe. Der Werkzeugbau rechnet sich bei dieser Stückzahl nicht, und ein Anbieter, der ihn dennoch zum 500er-Preis anbietet, kalkuliert ihn an anderer Stelle ein.

Kosten, die im Angebot sichtbar sein müssen

Neben dem Stückpreis gehören drei Positionen in jede Kalkulation: die Qi2-Zertifizierung mit 1,20 bis 2,00 USD pro Einheit für Auth-IC und WPC-Lizenzgebühr, die Logoanbringung mit 0,30 bis 0,80 USD pro Einheit und die Verpackung. Ein Preis ohne diese Aufschläge ist kein günstigerer Preis, sondern eine unvollständige Kalkulation.

4. So prüfen Sie einen Qi2-Lieferanten vor der ersten Bestellung

Ein Qi2-Lieferant lässt sich in einer Woche belastbar prüfen: fünf Werktage für das Dokumentenpaket, sieben bis zehn Tage für die Mustervermessung — parallel, nicht nacheinander.

Der übliche Fehler ist die Reihenfolge: Erst wird bestellt, dann geprüft. Dabei kosten die beiden Prüfschritte zusammen weniger als eine Woche Verzögerung im Projektplan und deutlich weniger als eine Nacharbeit an der ersten Charge.

Dokumentenprüfung: fünf Werktage, vier Register

  • WPC-Mitgliedschaft: Der Mitgliedsstatus ist Voraussetzung für eine Qi2-Zertifizierung mit Auth-IC; er ist beim Wireless Power Consortium hinterlegt.
  • Qi2-Prüfbericht: Prüfbericht mit Chargenbezug und Angabe des Prüflabors — nicht das Marketing-PDF.
  • Konformitätserklärung: CE-Erklärung mit den Richtliniennummern für LVD und EMV sowie, bei batteriehaltigen Produkten, die EU-Batterieverordnung 2023/1542.
  • WEEE-Registrierung: Für das Inverkehrbringen in Deutschland ist die WEEE-Registrierungsnummer über die stiftung ear prüfbar.

Musterprüfung: sieben bis zehn Tage

Bestellen Sie drei Muster aus der späteren Serienlinie und messen Sie selbst oder über einen Dritten. Geprüft werden Induktivität, Güte, Gleichstromwiderstand, Fremdobjekterkennung, Wirkungsgrad und Oberflächentemperatur bei 15 Watt Dauerlast über eine Stunde.

Eine Vorabinspektion durch Dritte kostet 300 bis 800 USD pro Termin. Bei einer Charge von 10.000 Einheiten ist das der günstigste Teil der Beschaffung — ein Rückruf liegt schnell im fünfstelligen Bereich.

Qualitätskontrolle an kabellosen Ladegeräten im Prüflabor: Messung von Wirkungsgrad und Temperatur vor der Serienfreigabe

Was ein Audit vor Ort zusätzlich zeigt

Ein Werksaudit beantwortet die Frage, die kein Dokument beantworten kann: Wird die Endprüfung tatsächlich an jeder Einheit durchgeführt? Nachweisbar ist das über die Prüfplätze im Verhältnis zur Linienkapazität, über die Kalibrierung der Messgeräte und über die Chargenprotokolle der letzten Monate.

Für die Auswahl relevant ist zudem die Frage nach dem Prüfmittel: Ein LCR-Meter für die Spulenmessung, eine Kelvin-Messung für den Gleichstromwiderstand und eine Thermalkamera für die Oberflächentemperatur. Fehlt eines davon, entfällt der entsprechende Messwert im Protokoll.

5. Qi2-Zertifizierung: Welche Nachweise Einkäufer verlangen

Gefordert wird nicht ein Zertifikat, sondern ein Paket: WPC-Prüfbericht, CE-Konformitätserklärung, RoHS-Nachweis und bei batteriehaltigen Produkten UN38.3 — zusammen 2.500 bis 4.500 USD in vier bis sechs Wochen.

Für das Qi2-Logo gilt eine Besonderheit: Der Auth-IC und die WPC-Lizenzgebühr kosten 1,20 bis 2,00 USD pro Einheit. Ein Anbieter, dessen Kalkulation diesen Posten nicht enthält, verkauft entweder Qi2-kompatible Ware ohne Lizenz oder hat ihn verdeckt eingerechnet.

Was welcher Nachweis kostet und wie lange dauert

Nachweis Kosten (USD) Dauer
Qi2-Labortest je Modell 3.000–5.000 4–8 Wochen
WPC-Mitgliedschaft 5.000–25.000 / Jahr laufend
CE, FCC, RoHS und UN38.3 als Paket 2.500–4.500 4–6 Wochen
CE nach LVD und EMV einzeln 1.500–3.500 2–4 Wochen
WEEE-Registrierung Deutschland rund 200 / Jahr 2–3 Wochen

*Kosten und Laufzeiten aus der WOWOHCOOL-Zertifizierungsplanung, Stand 2026; Laborpreise variieren nach Prüfumfang und Serienlänge.

Zertifiziert ist nicht gleich kompatibel

Qi2-kompatible Geräte laden mit magnetischer Ausrichtung, führen aber weder das Qi2-Logo noch den Auth-IC und zahlen keine Lizenzgebühr. Sie sind 1,00 bis 1,50 USD pro Einheit günstiger und dürfen die Marke nicht tragen. Für Handelsmarken mit eigenem Markenaufbau ist das ein Risiko, weil eine Reklamation am Magnetsystem dann keine Zertifizierungsgrundlage hat.

Bei batteriehaltigen Produkten kommt die EU-Batterieverordnung 2023/1542 hinzu: Sie verlangt je nach Rolle des Wirtschaftsakteurs Nachweise zu Kohlenstoffbilanz, Recyclinganteil und Sorgfaltspflichten. Für Importeure heißt das, die Rolle des Lieferanten schriftlich zu klären, bevor die erste Charge verschifft wird.

6. Spulen- und FOD-Checks vor der Serienfreigabe

Vor der Serienfreigabe stehen acht Messwerte auf dem Protokoll: Induktivität 10,0 µH ±5 %, Güte über 80, Gleichstromwiderstand 95 mΩ ±8 %, Ferritpermeabilität 2.300, FOD unter 180 ms, Erwärmung höchstens 17,5 °C, Wirkungsgrad 82–85 % und Ripple unter 25 mVpp.

Diese Werte stammen aus unserer Messung an 50 Einheiten aus Charge #QC-2026-Q2-W93, geprüft vom 14. bis 16. Mai 2026 im eigenen QC-Labor in Shenzhen. Sie sind als Freigabegrenzen verwendbar: Wer sie als Abnahmekriterium in den Vertrag schreibt, verhandelt nicht mehr über Lieferzeiten, sondern über messbare Toleranzen.

Die acht Freigabewerte im Detail

Parameter Messwert Prüfmittel
Induktivität Sendespule 10,0 µH ±5 % bei 100 kHz LCR-Meter
Güte der Spule über 80 bei 100 kHz, 1 Vrms LCR-Meter
Gleichstromwiderstand 95 mΩ ±8 % Vierleiter-Kelvin-Messung
Ferritschirm Permeabilität 2.300 (MnZn) IEC 62044-2
Fremdobjekterkennung unter 180 ms WPC-Prüfverfahren, 1.000 Einheiten
Erwärmung bei 15 Watt, 1 Stunde +17,5 °C über Umgebung Thermalkamera, 25 °C Raumtemperatur
Systemwirkungsgrad bei 15 Watt 82–85 % DC-Last und Oszilloskop
Ausgangsripple der 5-Volt-Schiene unter 25 mVpp bei 15 Watt Oszilloskop, 20 MHz Bandbreite

*Mittelwerte aus 50 Einheiten, Charge #QC-2026-Q2-W93, WOWOHCOOL QC-Labor Shenzhen, 14.–16. Mai 2026.

Warum die FOD-Zeit das sicherheitsrelevante Kriterium ist

Die Fremdobjekterkennung erkennt Metall auf der Ladespule und unterbricht die Leistungsübertragung. Bei einem Schlüsselbund oder einer Münze entscheidet die Ansprechzeit darüber, wie stark sich das Objekt erwärmt. Ein Wert unter 180 ms liegt im Bereich, in dem die Erwärmung thermisch unkritisch bleibt; langsamere Regelkreise führen zu messbarer Erwärmung am Fremdobjekt.

Für die Abnahme heißt das: Die FOD-Zeit gehört in das Prüfprotokoll und in den Vertrag, nicht nur die Ladeleistung am Telefon.

Innere Spulenstruktur und Ferritschirm eines Qi2-Ladepads: Grundlage der Fremdobjekterkennung und Induktivitätsmessung

Expertenwissen

„Ein Qi2-Pad, dessen Fremdobjekterkennung langsamer als 180 Millisekunden reagiert, ist kein Ausreißer in der Serie, sondern ein Konstruktionsmerkmal. Diese Zeit lässt sich nicht durch Endkontrolle reparieren — sie steht fest, sobald Regelkreis und Ferritschirm festgelegt sind. Deshalb gehört die Messung ins Musterprotokoll, nicht in die Wareneingangsprüfung.“

— Snowy May, Marketing Manager & Founder, WOWOHCOOL

7. Fertigungsstandort: Shenzhen oder Dongguan?

Shenzhen bietet die dichtere Zulieferkette für Halbleiter und Prüfdienstleistungen, Dongguan günstigere Flächen und Lohnkosten — für Qi2 entscheidet die Nähe zu Prüflaboren, nicht der Quadratmeterpreis.

Der Unterschied wirkt sich auf die Iterationsgeschwindigkeit aus: Muss eine Spule neu gewickelt und erneut gemessen werden, kostet jede Fahrt ins Prüflabor Zeit. In Shenzhen liegen Prüfdienstleister und Bauteilzulieferer in kurzer Entfernung, was die Musterphase verkürzt.

Was Sie bei der Standortprüfung abfragen sollten

  • Entfernung zum Prüflabor: Für Qi2-Laborprüfungen und Nachmessungen entscheidend.
  • Zulieferer für Ferrit und Spulendraht: Kurze Wege verkürzen Reaktionszeiten bei Toleranzabweichungen.
  • Werkzeugbau im Haus oder extern: Bei externem Werkzeugbau verlängert sich die Musterphase um Abstimmungsrunden.
  • Prüfplatzkapazität je Linie: Aussagekräftiger als die Gesamtkapazität in Einheiten pro Monat.

Warum der Standort allein keine Qualität garantiert

Dieselbe Region beherbergt Fabriken mit vollständiger Endprüfung und reine Montagebetriebe, die zugekaufte Module verbauen. Die Region ist damit kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Kosten- und Reaktionszeitfaktor. Die Entscheidung fällt über Fertigungstiefe und Prüfprotokolle, nicht über die Postleitzahl.

8. Vom Muster zur Serienlieferung

Der Freigabeprozess umfasst vier Stufen: Muster, Messprotokoll, Golden Sample und Serienabnahme nach AQL — jede Stufe endet mit einer schriftlichen Freigabe, nicht mit einer mündlichen Zusage.

Die vierte Stufe wird am häufigsten übersprungen. Dabei entscheidet die Abnahmebedingung darüber, was bei einer Abweichung passiert: Nacharbeit, Preisnachlass oder Rückweisung der Charge.

Die vier Freigabestufen

Stufe Ergebnis Zeitrahmen
Muster 3 Einheiten aus der Serienlinie 3–7 Tage bei Lagerware
Messprotokoll 8 Messwerte gegen die Freigabegrenzen 7–10 Tage
Golden Sample Referenzmuster, beidseitig versiegelt mit Musterfreigabe
Serienabnahme AQL 0,65 normal / 0,25 verschärft 2–3 Tage, parallel zur Fertigung

*Zeitrahmen aus der WOWOHCOOL-Produktionsplanung, Stand 2026.

Was im Vertrag stehen muss

Vier Angaben gehören in die Abnahmeklausel: die acht Messwerte mit Toleranzbändern, der AQL-Wert für Normal- und verschärften Modus, der vierstündige Alterungstest an 100 % der Einheiten und das Verfahren bei Abweichung. Ohne diese vier Punkte bleibt die Qualitätszusage unprüfbar.

Unsere Produktion prüft in vier Stufen von der Wareneingangs- über die Zwischen- bis zur End- und Ausgangsprüfung, mit AQL 0,65 im Normalmodus und 0,25 bei verschärfter Prüfung. Die Ausschussquote liegt unter 0,3 % bei einer Ausbeute über 98 % und einer Termintreue über 97 %.

Ein Fall aus der Praxis

Für Jacob Jensen Fertigung wurde ein magnetischer Qi2-Kfz-Halter mit doppelter Sensorik in kompaktem Bauraum benötigt — eine Anforderung, an der andere Anbieter nach Angaben des Kunden gescheitert waren. Geliefert wurden 6.000 Einheiten ohne Reklamation. Entscheidend war nicht der Preis, sondern die Messung der Spulenwerte vor der Serienfreigabe.

9. Fazit: Fünf Werte entscheiden über die Lieferfähigkeit

Bei Qi2-Ladetechnik aus China trennt nicht der Preis die Anbieter, sondern die Frage, welche Messwerte sie aus eigener Produktion vorlegen können. Fünf Angaben genügen für die Vorauswahl: MOQ-Stufe mit benanntem Fertigungsmodell, Induktivität mit Toleranz, FOD-Ansprechzeit, AQL-Wert und Alterungstest am Gesamtvolumen.

Wer diese fünf Punkte vor der ersten Bestellung klärt, verhandelt anschließend über Toleranzen statt über Nacharbeit. Der nächste Schritt ist ein Anforderungsblatt an zwei bis drei Anbieter, das genau diese fünf Werte abfragt — die Antworten unterscheiden sich deutlicher als die Preise.

Qi2-Ladepad: Anforderungsprofil für Einkäufer

Certifications

  • Qi2 nach WPC-Prüfprogramm
  • CE nach LVD und EMV
  • RoHS und UN38.3
  • WEEE-Registrierung nach ElektroG

Manufacturing & MOQ

  • MOQ: 500 Stück (Lagerware)
  • Musterzeit: 3–7 Tage
  • Serienfertigung: 25–35 Tage
  • FOB Shenzhen: 6,50–9,00 USD (500 Stück)

Quality Standards

  • AQL 0,65 normal / 0,25 verschärft
  • Alterungstest 4 Stunden an 100 %
  • FOD unter 180 ms
  • Ausschuss unter 0,3 %

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie hoch ist die MOQ für Qi2-Ladegeräte aus China?

Die MOQ liegt bei 500 Stück für Lagerware mit eigenem Logo und eigener Gehäusefarbe. Entscheidend ist, wer das Design stellt: Bei vorhandener Plattform und bestehender Form startet die Bestellung bei 500 Einheiten, bei Anpassungen an Struktur oder Verpackung bei 1.000 bis 2.000 Stück, und bei vollständig neuem Werkzeug nach Kundendesign bei 3.000 Stück aufwärts. Wird die 500er-Schwelle als OEM-Auftrag angeboten, ist das ein Warnsignal, denn ein neues Werkzeug rechnet sich bei dieser Stückzahl nicht.

Was kostet ein Qi2-Ladegerät ab Fabrik in China?

Ein Qi2-Magnetpad mit 15 Watt liegt ab Werk Shenzhen bei 6,50 bis 9,00 USD für 500 Stück und fällt auf 3,50 bis 5,00 USD bei 5.000 Stück. Eine faltbare 3-in-1-Station startet bei 12,00 bis 16,00 USD und erreicht 7,00 bis 11,00 USD in der 5.000er-Staffel, ein magnetischer Kfz-Halter liegt zwischen 8,00 und 12,00 USD. Hinzu kommt die Qi2-Zertifizierung mit 1,20 bis 2,00 USD pro Einheit für Auth-IC und WPC-Lizenzgebühr — ein Angebot ohne diesen Aufschlag ist entweder nicht zertifiziert oder kalkuliert ihn nicht ein.

Wie lange dauert die Produktion eines Qi2-Ladegeräts?

Bei Lagerware mit eigenem Logo dauert die Serienfertigung 25 bis 35 Tage, das Muster ist in 3 bis 7 Tagen fertig. Wird eine eigene Verpackung gedruckt, steigt die Produktionszeit auf 35 bis 45 Tage, bei geänderten Strukturteilen auf 35 bis 50 Tage. Ein Auftrag nach Kundendesign mit bestehender Form benötigt 30 bis 60 Tage, mit vollständig neuer Werkzeugform kommen zwei bis drei Monate Werkzeugbau hinzu. Tür zu Tür nach Deutschland sind bei 500 Einheiten inklusive Seefracht rund 10 bis 12 Wochen realistisch.

Woran erkennt man einen seriösen Qi2-Lieferanten?

Ein seriöser Lieferant legt acht Messwerte offen: Spuleninduktivität von 10,0 µH mit 5 % Toleranz, Güte über 80, Gleichstromwiderstand um 95 mΩ, Fremdobjekterkennung unter 180 ms, Systemwirkungsgrad von 82 bis 85 % und maximal 17,5 °C Erwärmung bei 15 Watt Dauerlast. Zusätzlich nennt er AQL 0,65, einen Alterungstest über vier Stunden an jeder Einheit und eine Ausschussquote unter 0,3 %. Wer diese Werte nicht aus eigener Messung vorlegen kann, verkauft zugekaufte Ware. Wir legen unser Prüfprotokoll aus Charge #QC-2026-Q2-W93 jedem Angebot bei und antworten in 4 Arbeitsstunden.

Snowy May, Marketing Manager & Founder bei WOWOHCOOL — Spezialistin für GaN- und Qi2-Ladetechnik
Snowy May Autorin

Marketing Manager & Founder · 10+ Jahre in Consumer Electronics

Snowy May ist Gründerin von WOWOHCOOL und Marketing Managerin mit über 10 Jahren Erfahrung in der Unterhaltungselektronik. Sie spezialisiert sich auf GaN-Ladearchitektur, Qi2-kabelloses Laden, PCBA-Effizienztests, Thermomanagement und UL-/CE-Sicherheitskonformität für OEM/ODM-Leistungsprodukte.

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Fabrikprofil

5.000 m²

ISO-9001-Anlage

Seit 2013

Shenzhen, China

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50+ R&D

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Qi2-Ladepad OEM mit Spulen-Prüfprotokoll

Acht Messwerte aus Charge #QC-2026-Q2-W93 zum Abgleich mit Ihren Freigabegrenzen, MOQ ab 500 Stück Lagerware, FOB Shenzhen. Antwort in 4 Arbeitsstunden.

Quellen & Referenzen

Qi2-Ladepad OEM
mit acht Spulen-Messwerten

Prüfprotokoll aus Charge #QC-2026-Q2-W93 mit Induktivität, Güte, FOD-Zeit und Temperaturanstieg zum Abgleich mit Ihren Freigabegrenzen. MOQ ab 500 Stück, Antwort in 4 Arbeitsstunden.

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